Das Franziskanerkloster

Vorgesehen war ein Klosterbau für 12 Ordensmitglieder, allerdings stieg die Zahl der Brüder bisweilen auf 31 Mitglieder an. Durch die kriegerischen Zeiten bedingt, verzögerte sich die Fertigstellung immer wieder – erst am 16. September 1640 konnten Kloster und Kirche mittels Übergabeurkunde von Rudolf von Teuffenbach dem Orden überantwortet werden. Die feierliche Weihe erfolgte durch Bischof Kobald von Passau in Anwesenheit zahlreicher Adeliger und der Zistersdorfer Bürgerschaft.
Das Kloster – der heutige Pfarrhof – wurde als einstöckiges Gebäude ausgeführt, wobei neben den Zellen der Mönche vor allem Werkstätten und ein großer Bibliotheksaal viel Platz einnahmen – die Mönche wurden auf Grund ihrer seelsorglichen Tätigkeit von den Ortschaften der Umgebung unterstützt und auch die Stadt Zistersdorf hat ihnen viel zu verdanken.
In den schwersten Stunden, während des Schwedeneinfalles und besonders während der Kuruzzengreuel standen die Franziskanermönche immer treu zu den Bewohnern.