Die Gnadenkapelle

Besonderes Augenmerk wurde aber der Gnadenkapelle gewidmet; die einstmals tiefer liegende Kapelle wurde auf Kirchenniveau angehoben und somit dem Gnadenaltar, im Renaissancestil gefertigt, und vor allem dem Kleinod der Wallfahrtskirche, der Pieta aus dem 15. Jahrhundert von Bildhauer Ferdinand Pfaundler, ein besonders würdiger Rahmen geschaffen. Die Brunnenkapelle mit der Pieta aus dem Jahre 1672 und die Erhöhung desTurmes vervollständigte die großzügige Ausgestaltung der Kirche.
Wie groß die Bedeutung der Maria Moos Kirche als Wallfahrtskirche immer war, bezeugt ein bereits 1775 erschienenes Buch unter dem Titel „Maria Zisterstorfensis oder: Kurzer Bericht von Ursprung, Aufnahm und verschiedenen Gnaden des wunderthätigen Gnadenbild Maria, der schmerzhaften Mutter Gottes am Mooß zu Zisterstorf“.
Hunderte Votivtafeln zeugten von Menschen, die sich Mut, Trost und Hilfe in der Gnadenkapelle geholt haben. Joseph II. ordnete allerdings 1783 die Zerstörung der Votivtafeln an, sodass wir ausschließlich auf schriftliche Berichte angewiesen sind.