Erhebung zur Pfarrkirche

Albero III. von Kuenring ließ südlich der alten Kapelle die Kirche Maria Moos in romanischem Stil errichten – kurz nach Fertigstellung wurde am 11. April 1160 vom Passauer Bischof Konrad, einem Sohn des Hl. Leopolds, eine Urkunde ausgestellt, die diese neu  erbaute Kirche zur Pfarrkirche erhob. Die zusätzliche Ausstattung mit Zehentrechten sollte die wirtschaftliche Zukunft dieser neuen Pfarre absichern, die neben dem Dorf Zistersdorf noch Groß-Inzersdorf, Windisch-Baumgarten, Gaiselberg, Gösting und Eichhorn umfasste.
Diese Urkunde zieht ihre Bedeutung auch aus der Tatsache, dass hier zum ersten Mal der Name Zistersdorf und die Namen der umliegenden Orte urkundlich erwähnt werden.
Das Patronatsrecht über die Pfarre übten dann 125 Jahre lang die Kuenringer aus - betreut wurde sie bis ins 15. Jahrhundert von Weltpriestern.
Ein besonderes Datum für Pfarre und Gemeinde stellt der 25. März 1285 dar – die Brüder Leutold I. und Heinrich VI. von Kuenring überlassen das Patronatsrecht dem Stifte Zwettl – diese Schenkung wird auch von Herzog Albrecht I. und Bischof Bernhard von Passau bestätigt.
Mit dieser Schenkung wurde eine nun schon über mehr als 740 Jahre andauernde Verbindung zwischen dem Stift Zwettl und der Stadt Zistersdorf ins Leben gerufen.